Immer wieder nehme ich wahr, dass so viele Menschen Hemmungen oder vielleicht sogar schon Angst haben, etwas an ihrem Leben zu verändern. Oft haben sie das Gefühl, dass Veränderung das jeweilige Gegenteil vom jetzigen Zustand bedeutet. Die jetzige Situation wird in ein Extrem zugeordnet und es kommt der Gedanke auf, dass die Veränderung nur durch das andere Extrem möglich ist.

 

Was meine ich damit?

Wenn jemand zum Beispiel oft ja sagt, obwohl er eigentlich nein fühlt, dann wird es oft so formuliert, als ob diese Person IMMER zu allem «ja» sagt und NIE «nein». Es werden also zwei Extreme konstruiert. Und da fängt der unklare Schleier bereits an.
Zum einen entspricht es sicherlich nicht der völligen Wahrheit, dass diese Person IMMER «ja» sagt. Zum anderen können nun Gedanken aufkommen, dass eine Veränderung nur dann möglich sein könnte, wenn ab sofort IMMER «nein» gesagt wird.
Wenn diese Veränderung im Kopf durchgespielt wird, dann wird diese Person für sich zum Entschluss kommen, dass sie das nicht machen kann. Sie möchte doch nicht zu einem Egoisten werden!

Eine andere Variante kann sein, dass eine schnelle und extreme Entscheidung getroffen wird. Es wird gleich losgestartet und jeder gesprochene Satz enthält ein «nein». Alles wird abgewehrt, verwehrt und abgelehnt.
Doch, schon nach kurzer Zeit merkt man, dass man nicht glücklicher ist, dass man durch diese Veränderung nicht in eine Balance gekommen ist und das eigene KlarheitsLeben weder im Flow noch am Erblühen ist.

 

Empowerment – was ist das eigentlich?

Empowerment kommt aus dem Englischen und bedeutet so viel wie Ermächtigung und/oder Übertragung von Verantwortung.
Es bezeichnet Strategien und Massnahmen, welche die Autonomie und Selbstbestimmung im Leben eines Menschen erhöhen.
Empowerment ermöglicht Interessen wieder eigenmächtig, selbstverantwortlich und selbstbestimmt zu vertreten. Ziele zu erreichen, seine Belange selbst in die Hand zu nehmen. Aufgaben und Herausforderungen möglichst eigenständig und eigenverantwortlich zu bewältigen.
Es hilft die Macht- und Einflusslosigkeit zu überwinden.
Es ist die Förderung der Fähigkeit für selbständiges & selbstbestimmtes Handeln. Aber auch die Übernahme von Verantwortung und deren Ergebnisse.

Menschen bevollmächtigen sich, Macht über sich selbst zu erlangen bzw. zurückzuerlangen. Sie entwickeln eine Art von Selbstkompetenz.

 

Macht, Selbstbestimmung und Selbstverantwortung

Bei dem Lesen von den Begriffen «Macht», «Selbstbestimmung» und «Selbstverantwortung» wirst du mein lieber KlarheitsImpuls-Leser mit verschiedensten Gedanken, Gefühlen und Körpersprachen reagiert haben. Und genau das zeigt ja, dass es Begriffe sind, die einige von uns positiv und andere von uns eher negativ triggern.


Für einige löst es vielleicht eher den Gedanken von «oh ja, wenn ich nur wüsste wie, dann würde ich so gerne mein Leben endlich selbst in die Hand nehmen» oder ein Gefühl wie «oh ja, ich wäre dann endlich glücklich, könnte meine Grenzen sprengen und endlich erblühen». Der Körper wird sofort leichter und es sprudelt nur so von Motivation, die vom tiefen Inneren erweckt wird.


Für einen anderen Teil meiner Leser kann es aber auch ins Gegenteil schlagen. Es kann Gefühle wecken wie «ich kann doch nicht nur auf mich hören», «ich habe Familie», «ich würde meinen Job riskieren…». Es kommen Gefühle, wie zum Beispiel: Wut, Angst, Unsicherheit oder ähnliches. Der Körper beginnt sich zu wehren, in dem er sich verspannt und den Herzschlag schneller werden lässt.

 

Sich und andere zum Gelingen/Erfolg verhelfen

Selbstermächtigung empfinde ich essenziell, damit ein KlarheitsLeben erblühen kann. Das eigene Leben als aktive und selbstbestimmte erwachsene Person zu gestalten. Sich selbst zu bevollmächtigen, über sein eigenes Leben zu entscheiden. Seine Selbstkompetenz zu entwickeln, kann so viel Erfüllung und Wachstum ins eigene Leben bringen.
Doch, es ist alles eine Frage der Balance!
Wir können alles in Extreme verpacken und wir können alles in gut oder böse zuordnen. Die Frage ist nur, weshalb tun wir das? Versuchen wir damit, uns selbst zu sabotieren oder ist es die Angst vor irgendwelchen Konsequenzen, die folgen könnten?

Wenn wir uns selbst dazu ermächtigen unseren Weg zu beschreiten und unser KlarheitsLeben zum Erblühen zu bringen, dann treffen wir eine Entscheidung. Wir kommen ins tun und müssen die daraus resultierenden Ergebnisse verantworten. Wir können also nicht mit dem Finger auf andere zeigen. Es bleibt nur unser eigenes Spiegelbild, auf das wir mit unserem Finger zeigen können.
Solange wir uns in dieser genannten Form ermächtigen, glaube ich fest daran, dass wir dies in Balance tun. Denn wir sind nicht nur selbstwirksam, sondern alle unsere Strategien und Massnahmen tragen wir mit unserer vollsten Selbstverantwortung.

Wenn wir hingegen den Weg in die Extreme gehen, dann haben wir zum einen die Versuchung uns selbst zu entmächtigen. Das heisst, wir geben anderen Menschen in unserem Umfeld die Macht über uns. Oder aber, wir übernehmen die Macht für unsere Mitmenschen und versuchen diese Leute zu kontrollieren. Alles nur, damit wir jemandem anderen verantwortlich machen können, für all das, was gerade nicht so ideal ist.
Selbstermächtigung ist folglich ein zweischneidiges Schwert. Es geht nicht darum sein Ego und Wille durchzusetzen und es soll auch keinen Freipass für gefrustete Menschen sein, die ihren Frust in Stolz und Hochmut verwandeln wollen.

Selbstermächtigung dient als stärkeorientiertes Instrument. Es soll zu intrinsischer Motivation führen, damit wir Flow-Leistung und Ziele erreichen können und Verantwortung für unser Leben und den damit verbunden Wachstum übernehmen können.

 

Die Balance von Hilfslosigkeit und Egoismus

Viele Menschen unterliegen dem sozialen Einfluss derart stark, dass die soziale Einflussnahme die eigene Persönlichkeit fast vollständig überwiegt. Viele Menschen sind ihrer Entscheidungs- und Wahlfreiheit gar nicht bewusst. Sie sind sich nicht im Klaren darüber, dass sie im Hinblick auf ihre Lebensgestaltung eine gewisse Wahlfreiheit haben.
Viele Menschen missverstehen die Anpassung an Gesetze und Wertesysteme und geben sich dabei selbst völlig auf. Sie vergessen, dass sie selbst noch da sind.

Es ist wichtig, sich seiner eigenen Person und Persönlichkeit bewusst zu sein. Ebenso wichtig ist es, gängige alte Muster und Klischees zu hinterfragen und danach zu Streben, seine Ziele in die Tat umzusetzen.
Jedoch stets im Hinblick auf das soziale Umfeld, von dem sich der Einzelne niemals komplett lösen und auskoppeln kann.
Selbst auf einer einsamen Insel gilt es, bestimmte Regeln der Naturgesetze zu befolgen und sich den Mächten der Natur entsprechend anzupassen.

Empowerment kann dazu motivieren, über erlebte und selbst gebaute Grenzen hinauszugehen und neue Wege zu beschreiten. Autonomie ist solange eine gute und sinnvolle Sache, solange es Grenzen und Rechte anderer nicht verletzt und sich der Selbstermächtigte nicht überschätzt und damit ein Eigengoal schiesst.

Die Selbstentfaltung und Selbstverwirklichung ist ein wichtiges Streben von Menschen. Dennoch bleibt der Mensch in einem sozialen Kontext und ist nicht vollständig davon abgehoben.

 

Was kann das alles nun bedeutet?

Kehren wir nochmals zum anfänglichen Beispiel zurück:

Ich bin überzeugt, dass diese Person bereits zu vielen Dingen «nein» sagen kann. Deshalb wäre womöglich die erste Frage, die ich dieser Person stellen würde: «Wo/Wann kannst du bereits «nein» sagen?» Darauf würde folgen: «In welcher Situation wünschst du dir das «Nein» sagen noch?», «Weshalb wäre es angebracht, in dieser genannten Situation «nein» zu sagen?»

Alleine schon diese Fragen zu beantworten können die Selbstermächtigung fördern. Doch nicht nur das! Bereits nach den ersten Fragen kann die Selbstliebe gefördert werden. Sobald es dann ums Ausarbeiten der Umsetzung geht (Massnahmen, Ziele und das eigene WARUM), wird die Selbswirksamkeit gefördert. Die Person nimmt mit Körper-Seele-Geist wahr, dass sie Gestalter ihres Lebens ist und die Fäden in der Hand hält. Die Fäden über ihr Leben, ihre Gedanken, Gefühle und Handlungen. Durch das «ins Tun» kommen wird sie ihr Empowerment zum Leben erwecken. Sie erzielt Ergebnisse, übernimmt deren Veratwortung und kann jederzeit ihre Erfahrungen und Erkenntnisse überprüfen, daraus lernen und wachsen.

Mit einem solchen Vorgehen wird aus Selbstermächtigung keine Egozentriertheit.

 

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