Der Bodyscan ist eine wirkungsvolle Methode des Achtsamkeitstrainings. Er beruhigt den Geist, führt zu tiefen Einsichten und verbessert die Körper-Seele-Geist-Beziehung.

 

Der Bodyscan

 

Der Bodyscan ist eine Achtsamkeits-Übung, bei der die Aufmerksamkeit nacheinander auf verschiedene Körperbereiche gerichtet wird. Achtsam deshalb, weil es dabei um mehr als reine Aufmerksamkeit geht. Es geht darum, ohne Wertung und in freundlicher Absicht den Körper zu erforschen.

Während des gedanklichen Abtastens des Körpers tauchen nicht nur angenehme, sondern es können auch unangenehme Empfindungen, Gedanken oder Gefühle auftreten.

Unbeeindruckt von der Tendenz unseres Kopfes, die Dinge als falsch oder richtig, gut oder schlecht zu etikettieren, wird während des Bodyscans einfach wahrgenommen.

Die Absicht des Bodyscans ist Einsicht – eine Einsicht, die es uns ermöglicht, die wahren Bedingungen von Glück und Unglück in unserem Leben zu erkennen. Diese tiefen inneren Erkenntnisse sind jedoch nicht auf kognitivem Wege (durch „Nachdenken“) zu erlangen. Wir müssen dazu neben dem Geist und der Seele (Intuition, Bauchgefühl) auch den Körper erforschen. Denn in ihm spiegeln sich all unsere unbewussten inneren Muster wider, die uns vom Glücklichsein abhalten.

Der Fokus auf den Körper bringt uns ins Hier und Jetzt. Eine Verbesserung der Verbindung zwischen Körper-Seele-Geist kann wiederhergestellt werden. Die Botschaften deiner Intuition, aber auch die Botschaften deines Körpers können besser und klarer wahrgenommen werden. Dies hilft dir, in deine eigene Balance zu kommen. Ein Gleichgewicht herzustellen, wo erblühen und Flow wieder möglich werden.

 

Die Übung

Mache es dir bequem. Du kannst die Übung im Sitzen oder Liegen machen.
Schaue darauf, dass im Sitzen beide Füsse auf dem Boden stehen und der Rücken gerade ist.
Du kannst die Augen schliessen oder geöffnet halten. So, wie es für dich angenehm ist.

Nimm mehrere lange, langsame, tiefe Atemzüge. Tief einatmen und ganz langsam ausatmen. Atme durch deine Nase ein und entweder durch die Nase oder den Mund wieder aus.

Fühle, wie sich dein Bauch beim Einatmen ausdehnt und wenn du ausatmest, lasse alle Anspannung aus dem Körper fallen.
Beginne nun deine Aufmerksamkeit von aussen auf dich selbst zu lenken.
Wenn dich Geräusche oder Gedanken ablenken, dann konzentriere dich einfach wieder auf deinen Atem. Das hilft dir dabei, wieder zu dir zu kommen und deinen Fokus zurück zu erhalten.

Lenke deine Aufmerksamkeit nun auf deine Füsse. Spüre die Empfindungen in deinen Füssen und beobachte.
Nun kannst du dir vorstellen, wie du bis in deine Füsse einatmest.
Beobachte, was passiert. Verändert sich etwas?
Vielleicht spürst du auch gar nichts. Das ist auch in Ordnung. Verurteile das nicht. Beobachte einfach weiter. Und vor allem, Atmen nicht vergessen!

Lenke nun deine Aufmerksamkeit auf deine Knöchel, Waden, Knie und Oberschenkel. Atme und beobachte weiter.
Wenn du beim jeweiligen Bereich bereit bist, ihn zu verlassen und weiter zu gehen, dann gehe mit deiner Aufmerksamkeit und deiner Beobachtung weiter.

Nachdem die Knöchel, Wade und Oberschenkel erforscht wurden, kannst du deine Aufmerksamkeit in den unteren Rückenbereich und dem Becken lenken.

Danach kannst du deinen Fokus auf die inneren Organe lenken.

Dann in die Brust-Herzregion.

Es folgen die Hände und Fingerspitzen, der Unter- und Oberarm.

Weiter geht es mit deinem Fokus auf den Nacken, die Schulter- und Rachenregion. In diesem Bereich haben wir oft Spannungen. Sei mit deinen Empfindungen hier. Wenn du atmest, spüre, wie die Spannung von deinen Schultern abfällt.
Danach richtest du deine Aufmerksamkeit auf die Kopfhaut, dein Gesicht und den ganzen Kopf.

 

Wenn du den ganzen Körper gescannt hast, lenke deine Aufmerksamkeit auf den Körper als Ganzes. Fühle den sanften Rhythmus der Atmung, während er sich durch den Körper bewegt.

 

Nimm einen tiefen Atemzug und atme wieder vollständig aus.

Komme langsam ins «Wachbewusstsein» zurück und schließe die Übung ab.