«Sollte ich nicht einfach zufrieden sein, mit dem was ich habe und mit dem was ist?»

Diese Frage wurde mir in letzter Zeit immer wieder, in meinen Behandlungen und Coachings, gestellt.

In diesem KlarheitsImpuls möchte ich mit dir meine Ansichten teilen. Denn, für mich geht es hierbei nicht einfach um «Ja» oder «Nein».

 

Soll ich nicht einfach zufrieden sein?

Gleich am Anfang möchte ich noch ausführen, dass diese Frage nicht etwa im Kontext mit Konsum steht. Es geht hierbei nicht darum ein besseres Auto zu fahren, mehr zu verdienen, mehr Taschen zu haben etc. Denn im Kontext zu dieser Frage ging es um innere Bedürfnisse, Wünsche und den inneren Ruf der Seele.

Stell dir vor:
Du setzt dir ein Ziel. Deine Vision ruft dich und du begibst dich auf den Weg zum Ziel. Schliesslich kommst du an deinem Ziel an und hast für den Moment alles erreicht, was du wolltest.
Solltest du jetzt nicht einfach zufrieden sein, dich zurücklehnen und den Rest deines Lebens einfach nur noch geniessen? Denn schliesslich bist du nun angekommen.

Was denkst du gerade?
Bist du völlig dieser Meinung oder fragst du dich jetzt eher: «Im ernst? Soll das jetzt alles gewesen sein? Was mache ich nun, bis meine Zeit abgelaufen ist?»

 

Wertschätzung und Dankbarkeit

Natürlich bin ich der Meinung, dass Wertschätzung und Dankbarkeit überaus wichtige Würdigungen für unser Leben sind.
Es ist meines Erachtens wichtig, dass wir zum einen uns selbst wertschätzen, aber auch unsere Mitmenschen und all das, was wir im Leben erleben und besitzen dürfen. Zudem finde ich es wichtig, dass wir das, was wir wertschätzen, auch mit Dankbarkeit bestärken.

 

Zufriedenheit

In der Psychologie wird Zufriedenheit definiert als die Übereinstimmung einer bestimmten Erwartung oder eines angestrebten Ziels eines Menschen von einer Handlung mit deren tatsächlichem Erleben danach.

Man könnte also sagen, dass zufrieden sein ein «ganz ok» ist.

Sind wir mal ehrlich, macht dich ein «ganz ok» wirklich glücklich? Ist «ganz ok», ein Gefühl von Bewegung, Lebensfluss oder erblühen?
Nach meiner Ansicht nicht wirklich.

Vielleicht denkst du dir jetzt aber: Stopp! Ich soll doch dankbar sein für das was ich habe. Und ja, da gebe ich dir völlig recht.

Wir dürfen jedoch nicht vergessen, dass Leben Wachstum ist.

 

Leben ist Wachstum

Leben bedeutet Wachstum. Solange wir leben, ist unser Ziel wachsen und erblühen. In diesem stetigen Wandel ist keimen, erblühen und verfall (loslassen) in einem fortwährenden Prozess. Denn, nach jedem einzelnen Zyklus beginnt der Frühling von Neuem. So, wie du das an der Natur auch beobachten kannst.
Da haben wir ein Ziel und/oder eine Vision und beginnen zu gedeihen. Auf unserem Höhepunkt kommen wir zur vollen Blüte und dann, ja dann ist irgendwann die Blüte verblüht. Meist verspüren wir zeitgleich einen inneren Ruf. Etwas Neues klopft in uns an. Wir beginnen den neuen Prozess zu starten und das Alte loszulassen. Bis wir uns schlussendlich in einem ganz neuen Prozess befinden.

Stell dir vor:
Du beginnst deine Berufsausbildung. Zuerst ist alles noch neu, doch du wächst von Tag zu Tag mehr in deine neuen Aufgaben. Es geht nicht lange, da kannst du dir kaum noch vorstellen, wie es in der Oberstufe war. Du hast die Oberstufe losgelassen und bist nun im Berufsleben angekommen.
Es geht weiter… Die Berufsprüfung hast du noch nicht fertig abgeschlossen und doch bewirbst du dich für eine Festanstellung in einer neuen Firma.
Das Alte ist noch nicht ganz vorbei, doch deine Ziele und Visionen für das Neue sind bereits vorhanden.
Du bekommst diese Festanstellung und auch die Prüfung ist bestanden. Jetzt beginnt dein «Neues» Leben als Festangestellte.
Doch nach einiger Zeit kommt ein innerer Ruf: «Soll es das gewesen sein?»
Du bist etwas verwirrt, denn deine Ziele sind ja erreicht. Dein Ziel war eine Festanstellung und natürlich die bestandene Prüfung. Eigentlich ist doch alles gut.

Wirklich?

Lass uns nochmals in das obengenannte Beispiel reisen:
Was denkst du, war es bereits zu Beginn der Ausbildung vorstellbar, mit welcher Note die Prüfung bestanden wird und dass in genau dieser Firma eine Festanstellung möglich ist?
Ich glaube eher nicht. Es war doch alles noch so weit weg und wohl eher ein Traum, als wirklich Realität.

Dasselbe gilt auch im jetzigen Leben. Denn, hättest du mir als 15-jährige Jugendliche gesagt, dass ich später nicht mehr auf dem Beruf arbeite, den ich damals gelernt habe und dass ich später selbständig bin etc., dann hätte ich dich wohl ausgelacht und meine Augen verdreht.
Damals hatte ich nämlich das Gefühl, dass ich meinen Traumberuf lerne und für immer in der Apotheke arbeiten werde.
Mein Weg ging jedoch weiter. Da gab es Verzweigungen, Höhen und Tiefen. Viele Entscheidungen und auch ein paar Durststrecken.
Doch das alles kennst du bestimmt auch.

 

Es darf weitergehen

Dein Leben ist erst dann vorbei, wenn deine Zeit abgelaufen ist.
Ich empfehle dir, dir zu erlauben, dass es bis zu diesem Zeitpunkt weitergehen darf. Egal, was andere davon halten und darüber denken.

Feiere deine Erfolge und sei stolz auf die Erreichung deiner Ziele. Nicht nur zufrieden, sondern richtig glücklich. Lehne dich auch einfach mal zurück und lausche dabei deiner inneren Stimme. Sie wird dich rufen, wenn es weitergeht. Folge ihrem Ruf, ob du nun weisst in welche Richtung es geht oder nicht. Schritt für Schritt kommst du deinen weiteren Zielen entgegen.

Träume gross und glaube an dich.

Es ist erst vorbei, wenn es vorbei ist.

Vergiss nicht. Auf deinem Weg wirst du wachsen. Du entwickelst dich weiter. Mit deinen Erfahrungen und Erkenntnissen bahnen sich neue Wege. Du wählst aus, welche Wege du gehen möchtest. Plötzlich wird möglich, wovon du niemals hättest zu träumen getraut.

Nimm es an und freue dich darüber. Sei dankbar und in voller Wertschätzung.

Lass dein Leben erblühen!

 

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