Plötzlich ist er da. Wir spüren eine innere Unruhe. Manche Menschen erstarren und es scheint, als ob gar nichts mehr geht. Andere würden am liebsten weit weg und die Flucht ergreifen. Der Herzschlag wird schneller. Und plötzlich kommt dieses mulmige Gefühl in uns hoch. Plötzlich melden sich Stimmen in uns: «Du schaffst das nie!», «Puh, wie soll ich das alles in so kurzer Zeit noch erledigen?», «Oh nein, ich muss ja noch den Blazer in der Reinigung abholen, um 18:00 Uhr beginnt das Yoga und diese Mail muss auch noch raus!»… Es entsteht Chaos. Vielleicht im Aussen nicht so sichtbar, denn viele von uns haben gelernt sich nichts anmerken zu lassen. Doch innen drin. Ja, innen drin ist Chaos. Es ist alles auf Alarmbereitschaft. Der Körper ist auf Alarmstufe rot. A-T-E-M Technik

 

Was ist zu tun?

Doch, was kann man in einer solchen Situation machen? Sich auf ein Meditationskissen setzten und 20 Minuten meditieren? Sich auf eine Matte legen und Progressive Muskelrelaxation durchführen?

Du wirst jetzt sicher denken: «Nein! Nicht mit mir! Das wäre jetzt das Letzte was ich noch gebrauchen könnte». Und ja, ich gebe dir in dieser Hinsicht völlig recht. Denn ich glaube, es wäre wirklich eine große Herausforderung. Wenn unser Körper bereits in einer solchen Alarmbereitschaft ist, ihn mit rosa Wölkchen zu schmücken und so zu tun, als ob die Welt gerade blumig ist.

Ich habe dir heute andere Tipps. Solche, die du auch umsetzten kannst, wenn du bereits im roten Bereich läufst. Dann, wenn dein Stammhirn den Alarm bereits ausgelöst hat und das produktive Denken nicht mehr möglich ist.

 

A-T-E-M – Technik

Es ist die A-T-E-M – Technik. Doch du wirst sehen, dass es mit dem Atmen in diesem Sinne nichts zu tun hat. Denn eines kann ich dir mit Sicherheit sagen. Wenn du dir diesen Blogbeitrag bis zum Ende durchliest, dann wirst du die A-T-E-M – Technik nicht mehr vergessen. Denn bei deinem nächsten Stress-Alarm, wird dir ATEM in den Sinn kommen und damit kannst du ganz leicht die einzelnen Punkte ableiten. Wende dann diesen Schritt an, der dir in dieser Situation am leichtesten fällt und am besten umzusetzen ist. Du wirst schnell merken, dass sich deine Gedanken, Gefühle und auch körperlichen Stresssymptome beruhigen.

Natürlich ist es nicht das Ziel, dass du erneut in solche Stresssituationen kommst. Da wäre es schon sinnvoll, dich mit der Magie der Zeit zu beschäftigen und deinen Alltag mehr in Balance zu bringen. Doch immerhin hast du ein Notfall-Tool an der Hand.

 

A-T-E-M – Technik im Überblick

A          Abstand          Pause machen

                                      Ebene wechseln

T          Teilen               Den Berg vor sich unterteilen

                                      Was muss ich JETZT machen?

                                      Was kann ich auch später machen?

E          Einfacher         Wie viel Perfektion braucht es?

                                      Wo benötigt es wirklich Perfektion?

M         Mitmenschen  Um Hilfe bitten!

 

A wie Abstand

Wenn du merkst, dass der Stress das Alarmstufe-rot-Level einnimmt, dann gönne dir eine Pause. Die Pause soll dich dabei unterstützen, dass du die Ebene wechseln kannst. Das kann zum Beispiel sein, dass du kurz deinen Standort physisch wechselst. Wenn du auf deinem Bürostuhl sitzt, dann steh auf. Vielleicht magst du auch kurz ein paar Schritte gehen oder die interne Post verteilen. Der Gang zur Toilette kann auch Wunder bewirken. Das Ziel ist, dass du diese alarmierende Situation kurz verlässt. Durch diese Veränderung kommst du in Bewegung, sei es auch nur, dass du deine Unterlagen auf dem Tisch von der einen Seite zur anderen legst. Sei kreativ. Ändere eine Kleinigkeit an der Situation oder verlasse sie für wenige Minuten. Du wirst sehen, es kann Wunder bewirken.

 

T wie Teilen

Nimm dich zurück, versuche einen klaren Gedanken zu fassen. Schreibe all deine ToDos, die gerade wie ein Vulkan in deinem Kopf explodieren, auf. Überlege dir in einem zweiten Schritt, was jetzt wirklich Priorität hat. Was ist die eine Aufgabe und der eine Schritt, der jetzt gemacht werden muss? Und dann tue diesen einen Schritt. Danach schaust du wieder auf die Liste und fragst dich erneut: Was hat Priorität? Was ist der nächste Schritt?

 

E wie Einfach

Wenn es schwer wird und wenn du dich anstrengen musst, dann frage dich, wie du es einfacher machen kannst. Wie kannst du dir deine Aufgabe einfacher gestalten? Wie kannst du dir Abläufe vereinfachen? Wenn es einen anstrengenden und schwierigen Weg gibt, dann gibt es bestimmt auch einen einfacheren und leichteren Weg. Einer, der schneller geht und weniger Energie verbraucht. Einer, der weniger Stress auslöst. Schaue es als Detektivarbeit an. Finde deinen Zeitdieb, deinen Zeitverschwender oder deinen Stressor und verändere es! Eine kleine Veränderung kann Wunder bewirken. Übrigens: Wie wäre es, wenn 80% dein neues perfekt sind?

 

M wie Mitmenschen

Wir Menschen sind sehr soziale Wesen. Zum Glück sind wir nicht allein auf diesem Planeten, denn wir würden eingehen. Warum nicht einfach um Hilfe bitten? Es gibt vielleicht jemand in deinem Büro, der Erfahrung in dieser Aufgabe hat oder eine andere Sichtweise. Vielleicht kann dich diese Person unterstützen? Vielleicht magst du es überhaupt nicht, deine Buchhaltung zu machen und deine Freundin blüht dabei richtig auf. Was wäre, wenn du ihr die Buchhaltung gibst und in dieser Zeit für sie einkaufen gehst? Oder du sprichst dich mit einer anderen Mutter ab, ob ihr mit dem Fahrdienst abwechseln könnt?
Da gibt es so viele Möglichkeiten. Probiere es aus. Fragen kostet nichts!

 

Denke daran!

Wenn das nächste Mal der Stress anklopft, dann denke an die A-T-E-M – Technik!

A          Abstand            Pause machen

                                        Ebene wechseln

T          Teilen                 Den Berg vor sich unterteilen

                                        Was muss ich JETZT machen?

                                        Was kann ich auch später machen?

E          Einfacher           Wie viel Perfektion braucht es?

                                        Wo benötigt es wirklich Perfektion?

M         Mitmenschen   Um Hilfe bitten!

 

Sehr gerne darfst du mir im Kommentarfeld schreiben, wie dir diese ATEM – Technik in deiner Alarmstufe-rot-Stresssituation geholfen hat und welche Erkenntnisse du für dich mitnimmst.

 

Am 30. September startet der kostenlose Workshop: Mehr Balance im Alltag. Hier kannst du dich anmelden. Klick